Scrum-Buchbesprechung

3 02 2009

Da ich jetzt, wo ich nicht mehr (aber vielleicht bald wieder) studiere, mehr Zeit habe, habe ich mich nun den Methoden der Software-Entwicklung gewidmet. Meine Buchbesprechung in der Wirtschaftsinformatik:

Scrum – Agiles Projektmanagement erfolgreich einsetzen
von Roman Pichler

dpunkt
ISBN 978-3898644785

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Agile Softwareentwicklungsmodelle bieten mehr Flexibilität als traditionelle Modelle wie das Wasserfall- oder das V-Modell. Scrum ist ein agiles Managementframework, das durch Umsetzung eines iterativen Vorgehensmodells eine Effizienzsteigerung bringen und Probleme und Fehler in der Softwareentwicklung aufzeigen kann. Dabei basiert das Modell auf der Selbstorganisation eines Teams, das durch einen ScrumMaster unterstützt wird, um die Anforderungen des Product-Owners umzusetzen. Scrum stellt die Person in den Mittelpunkt und bezieht den Kunden stark ein. Durch ein iteratives Vorgehensmodell mit kurzen Zyklen, Sprints genannt, kann schneller Fortschritt sichtbar gemacht werden. Einfache Regeln, wie ein 15-minütiges Daily Scrum oder Sprint-Retrospektiven, sollen rasch Ergebnisse zeigen, Fehler aufdecken, effizienteres Vorgehen schaffen und nur partiell fertiggestellte Ergebnisse vermeiden.

Die Eigenheiten von Scrum werden in diesem Buch herausgestellt, wie auch dessen Vorzüge im Vergleich zu anderen agilen Methoden wie Lean Management oder EXtreme Programming. Mit zahlreichen Beispielen und Best-Practices erklärt der Autor die Vorgehensweise bei der Einführung des modernen Modells in Unternehmen. Nützliche Tipps aus dem Erfahrungsschatz des Autors, wie etwa die Verwendung von Karteikarten aus Papier statt elektronischen Dokumenten, geben selbst erfahrenen Scrum-Anwendern neue Tipps. Hinweise erleichtern die Umgewöhnung von traditionellen Modellen wie dem Wasserfall-Modell zu Scrum. Der Autor teilt persönliche Erfahrungswerte, Faustregeln und Empfehlungen mit, die er in seiner Karriere als ScrumMaster gesammelt hat. Weiterhin erklärt er Tools und deren Verwendung wie z.B. den Relase-Burndown-Bericht oder Planning-Poker. Verschiedene Planungswerkzeuge werden vorgestellt wie z.B. die Wert-Risiko-Matrix oder das Kano-Modell.

Negative Beispiele, wie gewisse Punkte nicht gehandhabt werden sollen, typische Fehler, die von Neueinsteigern in Scrum begangen werden und Anekdoten runden das Buch ab. Abschließend wird die spezielle Vorgehensweise von der Einführung und Verwendung von Scrum in verteilten und großen Projekten beschrieben.

Das Buch ist als Einführung bzw. als Handbuch für einen Product-Owner oder ScrumMaster geschrieben. Es ist auch zur Unterstützung für Teammitglieder gedacht.

Wer übrigens für mein Buch eine Rezension schreiben will, bekommt es gratis (materieller Wert von €68!) bei der Wirtschaftsinformatik.





T-Mobile G1 Test-Update

1 02 2009

Nach meinen bisherigen Rezensionen gib es einen Nachschlag:

Hot.. or not? II

Das G1 hat Probleme bei der automatischen Umschaltung von UMTS auf GSM und vice versa. Wenn man während dem Telefonieren in einen Raum geht, wo kein UMTS-Netz ist, braucht das Telefon einige Sekunden – also eine halbe Ewigkeit- um umzuschalten! Daher ist das Gespräch für ein paar Sekunden völlig unterbrochen, ohne abzubrechen. Die Notlösung fürs erste ist das G1 so einzustellen, dass es nur 2G-Netze nutzt.

Weiters hab ich es zwar geschafft das G1 mit mehreren Geräten über Bluetooth zu paaren, aber nicht zu verbinden. Vielleicht ein Bug? Zudem unterstützt das G1 derzeit noch keinen Bluetooth File Transfer, sondern nur Headsets.

Die deutsche Version des T-Mobile G1 telefoniert übrigens nicht nachhause, wenn man im Ausland ist, also nur die amerikanische Version, wie berichtet.

Es gibt Adapter (z.B. hier oder hier), um gewöhnliche Kopfhörerstecker über den Klingen-Stecker anzuschließen, da es sich bei dem USB-Port am G1 um einen standardisierten 11PIN Mini-USB Anschluss handelt.

Hier übrigens auch das Android SDK (Software Development Kit), mit dem man Applikationen für das G1 entwickeln kann. Es gibt sogar ein Eclipse Plugin!

Viele meinten, dass die Tastaturbeleuchtung am Tag störend sei, aber das ist mir noch gar nicht aufgefallen. Ich finde das Design des Gerätes auch recht ansprechend, obwohl es vielen nicht gefällt.

Die 3MP-Kamera mit Autofokus macht zwar ganz gute Fotos (siehe z.B. hier), allerdings fehlt ein Blitz und es dauert ungewohnt lang (ca. 5sec) bis sich der Fokus eingestellt hat. Somit ist das G1 kein Ersatz für digitale Kompaktkameras.

Was nett ist, ist, dass wenn einem der Speicher vor lauter Musik- und Videodateien ausgehen sollte, kann man einfach eine neue/größere micro SD Karte einsetzen. Die mitgelieferten 2GB sind ja doch recht knapp bemessen.

Das Hochfahren des Gerätes dauert leider auch etwas lang: gestoppte 50sec bis zur PIN Eingabe.

Android Apps

Die Facebook App FBook loggt sich ständig bei Facebook ein, sodass man auf der Website andauernd rausfliegt und sich neu anmelden muss. Außerdem funktionieren bei mir die Notifications am G1 nicht.

Vorgestern ging Google Maps nicht, heute wieder schon. Das war allerdings recht ärgerlich, weil man das G1 herzeigen will und dann manche Apps entweder nicht gehen, oder der Akku schon wieder leer ist. Da helfen die schönsten Schmetterlinge nicht, um die Leute zu beeindrucken ;)

Gestern hab ich ShopSavvy bei Thalia ausprobiert, ein Programm, mit dem man Barcodes von Produkten einscannen und im Internet nach Preisen suchen kann, und ich werde wohl nie wieder bei Thalia einkaufen, weil dort alles ja sooo überteuert ist!

Von haus aus kann man das G1 nicht als 3G-Modem benutzen, aber mit der App Tetherbot kann man einen Proxy einrichten. Die Installation ist allerdings sehr umständlich und sehr technisch, was man keinem Normalsterblichen (aka Nicht-Techniker) zumuten könnte.

G1 Testertreffen

Am Dienstag gibt es das (für mich) erste zweiwöchige G1 Stammtisch im WerkzeugH, auf das ich schon sehr gespannt bin.

Aktuelle G1 Werbung

Das G1 gibt es jetzt bei T-Mobile mit 2Jahresvertrag um einen Euro (wie auch das iPhone) bis zum Valentinstag:

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