die grüne position zu e-voting

24 09 2008

auf meine anfrage an christoph chorherr zur position der grünen zu e-voting bekam ich folgende antwort von ihm:

Unsere position zum e-voting war sehr zurückhaltend und ist in letzter Zeit immer skeptischer geworden. Denn immer klarer zeigt sich, dass weder das geheime Wahlrecht dadurch garantiert ist, noch Missbrauch oder Manipulation ausgeschlossen werden kann.

Wozu das Ganze dann?
Welchen Vorteil bringt es?

Wo “online” grosse Vorteile bringen kann, ist das ganze grosse Feld der Bürgermitbestimmung.
Ich nenne nur ein Beispiel aus meinem kommunalen Wirkungsbereich:
Flächenwidmungspläne.
Was darf wie wo gebaut werden.
Diese sind extrem unverständlich formuliert und das “Recht zur Stellungnahme” ist kaum attraktiv via web möglich.
Hier seh ich grosse Möglichkeiten für mehr Transparenz und auch Mitbestimmung.
Bei Wählen lasst uns, was die Form betrifft, konservativ bleiben.

find ich gut!:)

nebenbei bemerkt bekam ich die antwort über facebook, wo die grünen stark vertreten sind. hiermit möchte ich auch zum gelungenen web2.0-wahlkampf gratulieren!

Illustration (via helge) © Cox & Forkum





wem fällt eine gute domain ein?

15 09 2008

wem fällt eine gute domain für eine plattform ein, unter der sich e-voting kritiker, e-voting gegner wie auch normale bürger informieren und sammeln können?

es sollte ein österreich bezug sichtlich sein, also denk ich an eine freie domain mit .at mit einem deutschen und nicht englischen wortlaut (mein erster vorschlag war ja evotingsucks.com ;) ). außerdem soll es nicht zu arg abwehrend sein, da wir uns als konstruktiv kritisch verstehen.

vorschläge bitte hier kommentieren oder per mail direkt an mich!

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bisher:

e-voting-nein-danke.at, nie-voting.at, e-voting-kritiker.at, die-qual-der-wahl.at

…davon hat mir und peterpur aber keiner so richtig gefallen

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das logo wird wohl dieses hier sein. für vorschläge zu einem anderen logo bin ich natürlich auch offen!

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nachtrag: hier das logo, das von hans vorgeschlagen wurde





e-voting gegenbewegung von seiten der ÖH

15 09 2008

ich bin begeistert, dass es endlich eine gegenbewegung von seiten der ÖH zur den geplanten internetwahlen bei den kommenden hochschülerschaftswahlen im frühling 2009 gibt. hier der link:

http://www.rettet-die-wahlen.at/





freies, geheimes und persönliches wahlrecht bei internetwahlen?

8 09 2008

die wahlrechtsgrundsätze sind in der verfassung verankert und besagen, dass jeder österreichische bürger oder jede bürgerin das recht auf eine allgemeine, freie, gleiche, persönliche, unmittelbare und geheime ausübung seines / ihres wahlrechts hat. beim e-voting sind neben der manipulationssicherheit und einer korrekten technischen implementierung auch die grundsätze des freien, geheimen und persönlichen wahlrechts umstritten – kurz gesagt (weiteres ist in meinem buch nachzulesen ;) ).

die stellungnahme des österreichischen datenschutzrates zum thema e-voting stärkt die seite der ÖH, die sich gegen die einführung von internetwahlen zu den kommenden hochschülerschaftswahlen wehren.

[..] Zudem ist auch die technische Frage zu lösen, wie diametral entgegenstehende Forderungen nach einwandfreier Authentifizierung des Wählers auf der einen Seite und des in der Verfassung verankerten freien, geheimen und persönlichen Wahlrechts auf der anderen Seite beim E-Voting erfüllt werden können.

Der Datenschutzrat regt daher an, bis zur grundsätzlichen Klärung auf verfassungsrechtlicher und technischer Ebene, von der Einführung von E-Voting, auch in dem Teilbereich Hochschülerschaftswahl, Abstand zu nehmen.

leider hat der datenschutzrat keinerlei rechtliche befugnis. diese aussage gilt quasi nur als empfehlung, nicht als weisung. hier der heise artikel über die stellungnahme des österreichischen datenschutzrates

auf der e-vote08 konverenz in bregenz habe ich mit einigen internationalen experten gesprochen, die ganz verwundert waren, dass internetwahlen (im gegensatz zu wahlmaschinen) noch immer diskutiert werden, da sie in vielen staaten bereits abgelehnt wurden. ;) das größte problem bei internetwahlen ist immer noch das des stimmenkaufs.

zu diesem thema gleich noch ein zeitungsartikel vom märz – btw. da dachte man noch, dass die nächsten nationalratswahlen 2010 stattfinden würden :)

[zum vergrößern klicken]





competition auf der evote08

6 08 2008

derzeit bin ich in bregenz auf der evote08, einer vom kompetenzzentrum organisierten internationalen konferenz zum thema e-voting (wie könnte es auch anders sein) und habe heute meine arbeit an der e-voting competition abgeschlossen. entgegen verfrühten berichten (heises berichterstatter richard sietmann ist auch auf der evote08), steht das ergebnis zwar schon fest, wird aber erst am freitag veröffentlicht. ein ausführlicher bereicht – vorallem meiner analyse – folgt.

sonst ist es ganz nett hier. tolles wetter, internationales publikum, etwas stressig, dafür gratis wlan ;)

morgen fängt die konferenz richtig an. etwa hundert teilnehmer erfreuen sich an 17 beiträgen und drei workshops an 2,5 tagen mit abendprogramm.

auf monitorTv.at wird es dann auch berichte und einen live stream geben.





cc schutzprofil für internetwahlen

1 07 2008

auf der seite des deutschen bsi gibt es das neue common criteria-schutzprofil für online-wahlen zum durchlesen als pdf. hier der bericht auf heise.de

ich muss es mir noch durchsehen, prinzipiell begrüße ich aber diese entwicklung. ob eine zertifizierung von internetwahlen mit diesem protection profile wirklich viel bringen würde, sei noch dahingestellt. vor allem der disclaimer, dass es sich nur um einen “Basissatz von Sicherheitsanforderungen” handelt, verunsichert mich da etwas.

leider kommt das protection profile aber etwas zu spät für den programmierwettbewerb, für den ich mir gerade einige internetwahl-systeme angeschaut habe – dazu aber später einmal ;)





e-voting programmierwettbewerb deadline diese woche!

9 06 2008

die deadline für den programmierwettbewerb von internetwahlsystemen läuft diese woche aus. der wettbewerb wurde von e-voting.cc und der Internet Privatstiftung Austria IPA gestartet (die futurezone berichtete, ich auch).

bin schon sehr auf die einreichungen gespannt, die ich dann auseinander nehmen begutachten kann





politcamp, tag 1

30 05 2008

nach der iChat präsentation von peter purgathofer, die eine gute einführung in die probleme des e-votings brachte, hielt ich meinen nicht gerade überrannten beitrag. mehr eine offene, zu peters vortrag nachfolgende diskussion über risiken von e-voting.

hier ein gespräch / interview mit thomas (?) zum thema: “e-voting vermeiden”

bin gespannt, wie es hier am politcamp in graz weiter gehen wird und wie das kunsthaus graz aussieht, wenn man direkt davor steht

nachtrag: von meinem vortrag





neue studie zu e-demokratie von prosser

27 05 2008

in einem standard artikel wurde eine neue repräsentativumfrage des wu professors alexander prosser, der e-voting.at gegründet hat (die konkurrenz zum kompetenzzentrum), beschrieben. diese studie bringt, wie andere studien über e-demokratie oder e-partizipation, wieder mal nahe liegende zusammenhänge zum vorschein: der durchschnittliche technophile großstadtbewohner mag e-voting, kennt aber auch die gefahren.

ein nettes zitat kam allerdings im artikel:

E-Voting ist nicht das Techno-Gadget für die Internetgeneration oder die Wunderwaffe gegen die Politikverdrossenheit

find ich auch

mehr zu e-voting





was haben internetwahlen und sex gemeinsam?

19 05 2008

die – offen gestanden – äußerst lustige kampagne der jungen övp fordert internetwahlen, auch mal für zwischendurch.

für junge leute von heute, die zwischen saufgelagen auf studentenparties und sexorgien gar nicht mehr aus den bett kommen / wollen. na? wer fühlt sich angesprochen?








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