Weiteres zum Nokia 900

20 12 2009

Alle Tester

Neben mir, Peter Höflehner, Philipp Nagele und Helmut Hackl sind noch Markus aka fin und Vinzenz vom Metalab zur Testakton dazugestossen, die ich nun auch beim Stammtisch kennengerlernt habe. Sie stellen zwei Geräte im Metalab zum Testen bereit, falls jemand das N900 für ein paar Tage ausprobieren möchte.

Im Metalab wird zudem ein Hackathon von 29.1.-31.1. veranstaltet, wo in Gruppen oder allein live Apps gecodet werden.

Nachtrag zur Hardware

Das Gerät ist sehr schnell mit seinem 600 MHz Prozessor und 1 GB Arbeitsspeicher. Es hat einen extra Slot für Micro-SD Karten und das Highlight: ein Display mit 800×480 Pixel Auflösung, meiner Ansicht nach das Killerfeature, da es ein wirklich sehr schönes, nicht pixeliges Display ergibt. Es gibt zudem einen Stylus zum Tippen (wegen der hohen Auflösung, zum Browsen) und eine Zeiss Optik 5MP-Kamera mit Doppel-LED “Blitz“.

Durch das „resistive“ Display entsteht ein netter Nebeneffekt, bei dem sicher alle iPhone User grün vor Neid werden: Man kann einen Anruf im Winter entgegennehmen, ohne die Handschuhe auszuziehen ;)

Aber… es hat keinen Kompass (soll bei der nächsten Version mit Maemo 6 kommen), keinen Trackpoint (vgl. Sony Ericsson, G1) und die Akkulaufzeit ist kurzgesagt eine Katastrophe – hoffentlich eine der Kinderkrankheiten, an der alle neuen Smartphones leiden.

Software

Der Homescreen ist sehr nett. Es lassen sich (auch überlappend, wenn man das will) verschiedenste Widgets auf vier Screens platzieren. Das Hintergrundbild ist austauschbar. Man kann z.B. Kontakte mit Bildchen platzieren, oder den Media Player, Bookmarks, Apps u.s.w.

Übrigens bekommt man ähnlich wie bei Android (und nicht beim iPhone) Notifications in der oberen Leiste angezeigt, wenn man z.B. eine SMS, eine Chat-Nachricht oder Ähnliches bekommt.

Das Gerät bräuchte eigentlich zur Synchronisation mit dem PC die sogenannte Nokia PC Suite (lästig und nicht für Mac…), allerdings habe ich selbst die Software noch nicht installiert, da der Abgleich über meine “Google Mail Exchange Settings” ging (Kontakte und Kalender, aber kein Email. Danke für den Hinweis von Peter).

Weiters gibt es eine Shell (X-Terminal) für die Freunde der Commandline.

Das Handy hat einen Radio FM Sender (und Empfänger!), den man auch als HW-Ad-On für iPods kaufen kann, um z.B. über das Autoradio Musik vom Gerät abzuspielen.

Nokia Maemo bietet eine Karten App, allerdings geht mir persönlich Google Maps, vor allem die Öffi-Routen-Suche sehr ab. Geruchten zufolge sollen aber im Jänner Google Apps geliefert werden.

Chat- und VoIP-Konten wie Skype, Google Talk, Jabber, SIP können unter “Kontakte” out of the box integriert werden, man braucht keinen eigenen Client. Die Sprachtelefonie über Skype funktioniert übrigens hervorragend.

Apps

Zu den Apps gibt es leider nicht besonders viel zu sagen. Der OVI Store ist weiterhin noch nicht fertig (Hinweis: “Ovi Store for Maemo 5 – coming soon!”), aber es soll zukünftig lustige Apps geben, wie etwa, dass man das N900 mit der Wii Remote verbinden und Nintendo Spiele spielen kann. Durch den fehlenden Kompass sind allerdings Augmented Reality Apps eingeschränkt.

Derzeit gibt es über Maemo Select aber schon ein paar wenige Apps. Für WordPress gibt es eine App MaStory, die das bearbeiten erleichtern soll, da WordPress im Nokia-Browser nicht besonders bediehnbar ist (danke für den Hinweis von Peter). Das ForecaWeather Widget ist recht praktisch.

Bekannte Apps wie Fring, Qik und Facebook werden auch schon angeboten.

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ps. Telefoniert hab ich mit dem Gerät übrigens noch gar nicht ;)

pps. Hier ist ein weiterer Testbericht in der Futurezone zu finden, danke Vera für den Hinweis.





Vorgeschlagene Kategorien für Xing-Kontakte

30 11 2009

In letzter Zeit treibe ich mich ja mehr in sozialen Netzwerken wie twitter und Facebook herum (als Blogbeiträge zu schreiben). Bei diesen Plattformen, wie auch Xing eine ist, kann man meist die Verbindung zu einer Person taggen. Helge schlägt neue Kategorien vor :)

(cc) Rob Cottingham | via ReadWriteWeb





Girl Geek Dinner Vienna

31 05 2009

girl geek dinner vienna ggdv

Einige Social Media-Queens in Österreich (darunter auch ich) haben sich zusammengetan und das Girl Geek Dinner in Wien (kurz GGDV) begründet. Der Anlass: Austauch von Frauen im Web-Umfeld zu allerlei Themen – und gutes Essen. Ein Wiki, die Facebook-Gruppe und die Xing-Gruppe dienen zum Vernetzen und sind offen für weitere Teilnehmerinnen:

Wer “Geek Girl Dinner” beitreten mag, ist weiblich, Geek, bloggt, bastelt an Computern rum, programmiert, designt und/oder lebt das Internet. Die Gruppe dient als Austausch und informiert über regelmäßige Treffen der Teilnehmerinnen.

Margit, Daniela und Meral sind die Initiatorinnen und standen Rede und Antwort bei einem Artikel für den Kurier (zum Vergrößern Klicken):

ggdv kurier

Das nächste Treffen, das Girl Geek Dinner IV, findet am 1. Juli statt. Anmeldung und Details beim Facebook-Event oder im Wiki.





Meine Teilnahme an der Podiumsdiskussion von q/uintessenz

25 02 2009

Dieser Artikel findet sich in leicht abgeänderter Form auch auf papierwahl.at

E-Voting q/talk Facebook

Beim letzten q/talk von q/uintessenz am 24.2. zum Thema “Demokratie 2.0 oder wenn Wahlcomputer für uns wählen” (Event auf Facebook) im Wiener Museumsquartier habe ich als Repräsentantin von papierwahl.at mit Gerda Marx Universität Wien, Staatsrecht und Robert Krimmer e-voting.cc im Rahmen einer Podiumsdiskussion über E-Voting debattiert. Moderiert hat Georg Markus Kainz.

Die Veranstaltung war sehr gut besucht und es gab viele Publikumsfragen, wodurch auch die Dauer von zwei Stunden deutlich überzogen wurde. Für mich persönlich war es eine Premiere, da ich bisher zwar einige (wissenschaftliche) Vorträge und neuerdings auch Interviews gegeben habe, Diskussionen haben aber ein gewisses Überraschungselement, das sehr herausfordernd ist.

Es gibt Fotos, Audio- und Videomitschnitte, die aber noch überarbeitet werden müssen, daher erst in kurzer Zeit verfügbar sind. Ein Radiobeitrag wird demnächst als Spezialausgabe der Sendung Netwatcher in Wien auf Radio ORANGE 94.0 kommen. Hier ein Foto von den Zuschauern, andere Materialien folgen noch.

qtalk

[via Netwatcher]

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q/uintessenz auf Facebook





T-Mobile G1 Test-Update

1 02 2009

Nach meinen bisherigen Rezensionen gib es einen Nachschlag:

Hot.. or not? II

Das G1 hat Probleme bei der automatischen Umschaltung von UMTS auf GSM und vice versa. Wenn man während dem Telefonieren in einen Raum geht, wo kein UMTS-Netz ist, braucht das Telefon einige Sekunden – also eine halbe Ewigkeit- um umzuschalten! Daher ist das Gespräch für ein paar Sekunden völlig unterbrochen, ohne abzubrechen. Die Notlösung fürs erste ist das G1 so einzustellen, dass es nur 2G-Netze nutzt.

Weiters hab ich es zwar geschafft das G1 mit mehreren Geräten über Bluetooth zu paaren, aber nicht zu verbinden. Vielleicht ein Bug? Zudem unterstützt das G1 derzeit noch keinen Bluetooth File Transfer, sondern nur Headsets.

Die deutsche Version des T-Mobile G1 telefoniert übrigens nicht nachhause, wenn man im Ausland ist, also nur die amerikanische Version, wie berichtet.

Es gibt Adapter (z.B. hier oder hier), um gewöhnliche Kopfhörerstecker über den Klingen-Stecker anzuschließen, da es sich bei dem USB-Port am G1 um einen standardisierten 11PIN Mini-USB Anschluss handelt.

Hier übrigens auch das Android SDK (Software Development Kit), mit dem man Applikationen für das G1 entwickeln kann. Es gibt sogar ein Eclipse Plugin!

Viele meinten, dass die Tastaturbeleuchtung am Tag störend sei, aber das ist mir noch gar nicht aufgefallen. Ich finde das Design des Gerätes auch recht ansprechend, obwohl es vielen nicht gefällt.

Die 3MP-Kamera mit Autofokus macht zwar ganz gute Fotos (siehe z.B. hier), allerdings fehlt ein Blitz und es dauert ungewohnt lang (ca. 5sec) bis sich der Fokus eingestellt hat. Somit ist das G1 kein Ersatz für digitale Kompaktkameras.

Was nett ist, ist, dass wenn einem der Speicher vor lauter Musik- und Videodateien ausgehen sollte, kann man einfach eine neue/größere micro SD Karte einsetzen. Die mitgelieferten 2GB sind ja doch recht knapp bemessen.

Das Hochfahren des Gerätes dauert leider auch etwas lang: gestoppte 50sec bis zur PIN Eingabe.

Android Apps

Die Facebook App FBook loggt sich ständig bei Facebook ein, sodass man auf der Website andauernd rausfliegt und sich neu anmelden muss. Außerdem funktionieren bei mir die Notifications am G1 nicht.

Vorgestern ging Google Maps nicht, heute wieder schon. Das war allerdings recht ärgerlich, weil man das G1 herzeigen will und dann manche Apps entweder nicht gehen, oder der Akku schon wieder leer ist. Da helfen die schönsten Schmetterlinge nicht, um die Leute zu beeindrucken ;)

Gestern hab ich ShopSavvy bei Thalia ausprobiert, ein Programm, mit dem man Barcodes von Produkten einscannen und im Internet nach Preisen suchen kann, und ich werde wohl nie wieder bei Thalia einkaufen, weil dort alles ja sooo überteuert ist!

Von haus aus kann man das G1 nicht als 3G-Modem benutzen, aber mit der App Tetherbot kann man einen Proxy einrichten. Die Installation ist allerdings sehr umständlich und sehr technisch, was man keinem Normalsterblichen (aka Nicht-Techniker) zumuten könnte.

G1 Testertreffen

Am Dienstag gibt es das (für mich) erste zweiwöchige G1 Stammtisch im WerkzeugH, auf das ich schon sehr gespannt bin.

Aktuelle G1 Werbung

Das G1 gibt es jetzt bei T-Mobile mit 2Jahresvertrag um einen Euro (wie auch das iPhone) bis zum Valentinstag:

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T-Mobile G1 – Hot or not?

27 01 2009

Meine Notizen zum G1, was mir die letzten Tage aufgefallen ist.

Hot ..

Ein neuer Schub an Features soll mit einem Update namens Cupcake kommen, das bisher nur für Entwickler und noch nicht als Firmware-Update für das G1 verfügbar ist. Kommen wird unter anderem eine Video-Funktion, eine On-Screen-Tastatur, ein Taskmanager, ein Notepad und Auto-Display-Rotation. Hier sind einige Screenshots zu finden, wann das Firmware-Update von T-Mobile kommt, ist allerdings unklar.

Weitere Android Apps, die ich nach meinen ersten Erkundungen ausprobiert habe:

  • Qype Radar zeigt einem Restaurants in unmittelbarer Nähe mit Qype-Rezensionen an
  • Der Feedreader mit Google Reader Integration Greed funktioniert gut, man muss allerdings die Google-Zugangsdaten nochmal eingeben.
  • Manche der Spiele und Goodies wie CatBrick, PapiJump oder BonsaiBlast sind sooo lustig, aber auch zeitraubend, dass ich gleich wieder einige deinstallieren musste.
  • Integrationen von bestehenden Webapplikationen wie LastFM (mit aLastFM) und Wikipedia (mit Quickpedia) sind natürlich toll.
  • Mit OI Shoppinglist hat man den papierlosen Einkaufszettel.
  • OI Notepad ist eine einfache Text-Applikation für Notizen, das das bisherige Fehlen einer Original-App ausgleicht.
  • Mit PostBot verwendet die XMLRPC Schnittstelle, über die man z.B. vom G1 aus ins WordPress bloggen kann.
  • Speaking Notepad verwendet die Text-To-Speech Library und liest einem Notizen in verschiedenen Sprachen vor.
  • Eine Skype-Applikation vermisse ich irgendwie.

Man kann im Gegensatz zum iPhone mehrere Applikationen parallel laufen haben. So kann man z.B. aus einer App einen Browser starten oder ein Telefonat annehmen, ohne dass die offenen Apps geschlossen werden. Ein Taskmanager zur Verwaltung der laufenden Apps kommt mit dem Cupcake-Update (s.o.).

Das G1 wird allerdings schon ordentlich gehypet, so gibt es auch schon eine eigene Facebook-Gruppe T-Mobile G1. (Danke für den Hinweis, Robert).

Was sehr toll ist, ist die Gesten-gesteuerte Sicherung des Gerätes. Man gibt also keinen PIN zur Entsperrung des Geräts ein, sondern eine Reihenfolge von Zügen, siehe Video:

Die SMS werden Thread-mäßig zusammengefügt, also quasi der Kommunikationsstrang, den man mit einer Person hatte (vgl. iPhone).

Der Trackball ist eine sehr feine Sache, wenn man längere Texte schreibt, die man korrigieren/erweitern/ändern will.

Die Integration von meinen Kalender-Daten mit einem Thunderbird-Plugin in Google Calender und von dort auf das G1 ist übrigens reibungslos gegangen.

.. or not?

Die Akku-Laufzeit ist wirklich schlimm, wie ich bereits und auch Niko berichtete. Bei halbwegs ruhigem Gebrauch ohne GPS/WLAN, mit bissl Applikationen benutzen und telefonieren ist der Akku nach etwa einem Tag leer! Ich hoffe, dass das zu einer der Kinderkrankheiten gehört, die auch das iPhone befallen hat und durch Updates oder neue Akkus gelöst wird.

Was mir auch sauer aufgestoßen ist, ist dass kein Anschluss für gewöhnliche Kopfhörerstecker vorhanden ist, sondern muss man die billigen, mitgelieferten Kopfhörer für den USB-Port verwenden. Es gibt auch keinen Adapter, zumindest nicht im Lieferumfang, sodass ich meine geliebten Sennheiser-Kopfhörer für wahren Megabass-Musikgenuss nicht benutzen kann.

Flash wird weder im Google Chrome-Browser, noch in der Alternative Steel unterstützt, also wie beim iPhone.

Für kleine, zarte Frauenhände ist die Erreichung der mittleren Buchstaben auf der Tastatur (“Z” und “H”), die man im traditionellen Zehnfingersystem mit dem rechten Zeigefinger tippt, nur schwer mit dem rechten Daumen zu erreichen. Die Anordnung der Sonderzeichen ist auch recht merkwürdig (nach dem Bindestrich und Anführungszeichen etc. muss ich immer suchen), dafür ist das @-Zeichen doppelt vorhanden.

Mit Handschuhen kann man das Touchpad übrigens nicht benutzen. Aber bald wird es eh warm ;)





die grüne position zu e-voting

24 09 2008

auf meine anfrage an christoph chorherr zur position der grünen zu e-voting bekam ich folgende antwort von ihm:

Unsere position zum e-voting war sehr zurückhaltend und ist in letzter Zeit immer skeptischer geworden. Denn immer klarer zeigt sich, dass weder das geheime Wahlrecht dadurch garantiert ist, noch Missbrauch oder Manipulation ausgeschlossen werden kann.

Wozu das Ganze dann?
Welchen Vorteil bringt es?

Wo “online” grosse Vorteile bringen kann, ist das ganze grosse Feld der Bürgermitbestimmung.
Ich nenne nur ein Beispiel aus meinem kommunalen Wirkungsbereich:
Flächenwidmungspläne.
Was darf wie wo gebaut werden.
Diese sind extrem unverständlich formuliert und das “Recht zur Stellungnahme” ist kaum attraktiv via web möglich.
Hier seh ich grosse Möglichkeiten für mehr Transparenz und auch Mitbestimmung.
Bei Wählen lasst uns, was die Form betrifft, konservativ bleiben.

find ich gut!:)

nebenbei bemerkt bekam ich die antwort über facebook, wo die grünen stark vertreten sind. hiermit möchte ich auch zum gelungenen web2.0-wahlkampf gratulieren!

Illustration (via helge) © Cox & Forkum