N900 als Businessgerät

Seit einigen Tagen nutze ich nun das N900 als Firmenhandy und ich muss sagen, es gefällt mir im täglichen Gebrauch.

Firmen-Email

Die Einbindung der Firmen-Email-Adresse über IMAP für Emails, Termine und Aufgaben funktioniert bei mir tadellos. Nur ein komplizierter wiederholender Termin (jeden letzten Donnerstag im Monat) wird am Nokia falsch angezeigt.

Kontakte und andere Dateien können über die Nokia PC Suite synchronisiert werden.

Verwendung als Modem

Um das Gerät als Modem zu verwenden, muss man leider die Nokia PC Suite installieren, was vielleicht nicht alle Firmennotebook aus mangelnden Admin-Rechten zulassen würden. Die PC Suite gibt es zudem nur für Windows.

In meinem Fall musste ich noch manuell nach-einstellen, um das A1-Netz verwenden zu können:

Nokia PC Suite – One Touch Access – Konfigurieren – “Nokia N900 USB Modem” wählen – “manuell konfigurieren”:
Zugangspunkt: A1.net
Benutzername: ppp@A1plus.at
Passwort: ppp

Browser

Ich persönlich finde den Browser (in Kombination mit der hohen Auflösung des N900) hervorragend. Flash und JavaScript-Seiten funktionieren tadellos out-of-the-box, was über das Fehlen von Apps wie einen Facebook- oder Twitter-Client etwas hinwegtröstet.

Freisprecheinrichtung

Eine Freisprecheinrichtung kam als Zubehör bei dem Gerät gleich im Paket mit, die sehr sinnvoll bei langen Telkos ist und gut funktioniert. Wie ich bereits berichtete, kann Skype über VoIP eingebunden werden, was PC-lose Skype-Telkos auch über das Gerät möglich macht.

Ovi Maps als Navi

Peter berichtete bereits über Alternativen zu Google Maps am Nokia N900. Ich habe nun die Ovi Maps Navi-Funktion getestet und bin nicht besonders zufrieden. Zusammenfassend kann ich sagen, dass es besser ist als gar keine Navigation, aber genauso wenig wie Google Maps ein Navigationssystem wie TomTom oder Navigon ersetzten kann, denn:

– Es gibt keine Sprachansage in der Art “in 200m biegen Sie links ab”.
– Wenn man das GPS Signal verliert, etwa in einen Tunnel fährt, wird nicht extrapoliert, dass man weiter fährt, und die Position friert auf der Karte ein (wie geht die Route weiter?).
– Es werden keine Live-Daten angezeigt wie aktuelle Geschwindigkeit, Zeit bis zum Ziel etc. sondern nur die Werte von der Ursprungsplanung.
– Kein Kompass am N900. Die Karte dreht sich automatisch in die Richtung in die man gerade fährt, was sehr gewöhnungsbedürftig ist.

Übrigens kann man Screenshots vom N900 machen indem man Umschalt + Strg + P gleichzeitig drückt (danke Peter für den Hinweis).

Spiele

In den Pausen kann man sich herrlich mit Angry Birds (danke für den Tipp) ablenken, das von der Grafik an iPhone-Spiele sehr nah herankommt.

Der Ovi Store ist mittlerweile vom Maemo 5 Handy erreichbar, allerdings muss man für die Benutzung ein Nokia-Konto anlegen.

Firmware-Update

Vor kurzem wurde ein Firmware-Update geliefert (OTA gepusht). Helmut beschreibt die neuen Features sehr detailliert auf pocket.at.

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Das N900 im Metalab

Auf zwei Veranstaltungen im Metalab in Wien wird das Nokia N900 gefeatured:

Am 22.1. um 19:00 hält Thomas Perl (Entwickler von z.B. gPodder) einen Vortrag über die Entwicklung für Maemo 5, als Getting Started Session.

Das Metalab lädt zudem von Freitag 29.1. (ab 18:00) – Sonntag 31.01.2010 im Rahmen des Hackathon 4 zu Coding-Sessions ein.

Übrigens liegen während der gesamten Testaktion zwei N900 im Metalab zum Testen bereit!

Nokia N900

Zusammen mit Helmut Hackl, Peter Höflehner und Philipp Nagele werde ich für ambuzzador und Nokia die kommenden Wochen das Nokia N900 testen. Alle Blog-Beiträge werden auf www.NokiaAppForum.com gefeatured.

An den aktivsten/interessiertesten Leser meines Blogs, der sich mit vielen Ideen rund um das N900 und neue Apps beteiligt, möchte ich dann das Gerät ebenfalls für ein paar Tage zum Testen vergeben.

Gegen Ende der Testaktion wird es einen Wettbewerb für Applikationen aus unterschiedlichen Bereichen geben. Im Februar folgt schließlich eine Mobile Developers Forum-Konferenz in Hagenberg rund um das Thema Maemo, an der ich ebenfalls teilnehmen werde.

Ich habe bereits bei der Testaktion fürs T-Mobile G1 und für das T-Mobile Pulse für ambuzzador und T-Mobile teilgenommen und bin mittlerweile Android-Jünger geworden. Daher bin ich auch sehr auf weitere Open Souce-Betriebssysteme für Mobiltelefone gespannt.

Ein kurzer Überblick über das N900

Vom Design und der Haptik gefällt mir das N900 schon mal sehr gut. Die herausschiebbare QWERTZ-Tastatur, die ich beim T-Mobile Pulse schmerzlich vermisst habe, ist beim N900 schmäler als beim G1, aber für zarte (Frauen-?)Finger gut zu bedienen. Das Gerät kommt mit einem 600 MHz Prozessor und 1 GB Arbeitsspeicher, einem 3,5-Inch Touchscreen mit mehreren Homescreens, einer 5MP-Carl Zeiss-Kamera, 32GB Speicher, WLAN, GPS, Quadband etc. und kleinen Spielereien, wie einem Ständer, sodass man das Gerät schräg aufstellen kann, um Filme zu sehen.

Das Gerät verwendet bereits den ab 2010 von der EU mittels Richtlinie geforderten Standard-Micro-USB-Anschluss.

Eine kleine Nerverei ist mir allerdings auch schon aufgefallen: Im Vergleich z.B. zum iPhone muss man auf das Display recht stark mit dem Finger Druck ausüben (“resistives” Display), damit die Geste erkannt wird.

Das Gerät kommt nicht mit Symbian als Betriebssystem, wie bei Nokia SmartPhones üblich, sondern mit dem Linux-Betriebssystem Maemo 5, das opensource ist und somit eine Konkurrenz zu Android darstellt.  Das Gerät hat ebenfalls als Konkurrenz zum iPhone App Store und Android Market den OVI Store, aus dem man teilweise kostenlose Applikationen herunterladen kann.

Im nächsten Beitrag werde ich mich den Applikationen widmen.

Hier sind eine recht gute kurze Review und eine recht lange Review des Gerätes zu finden.