Android-Applikationen für G1

Android ist ein Opensource-Betriebssystem für mobile Endgeräte, das geradezu auffordert, Applikationen selbst zu schreiben. Auf dem Android Market gibt es daher eine Reihe von kostenlosen Anwendungen, die man spielendleicht auf dem G1 installieren kann. Nachdem Peter schon einige Empfehlungen abgegeben hat, hier meine:

  • Twitter- und Facebook-Apps (“twidroid” und “fbook”): Ohne dem geht ja fast gar nichts mehr ;)
  • Barcode Scanner: Sehr interessante Spielerei, da Barcodes von Produkten mittels der Kamera des G1 eingelesen werden. Ob man die App wirklich braucht, wird sich wohl noch herausstellen
  • Compass: s.o.
  • Wetter mit The Weather Channel: Wettervorschau für beliebig viele Städte, nur auf Englisch und Temperatur in Fahrenheit. WeatherBug ist besser, zeigt auch °C an
  • Shazam: Erkennt Musik, wenn man das G1 zum Lautsprecher hält
  • NesEmu: Nintendo Emulator! Super Idee, geht bei mir aber leider nicht.
  • Labyrinth Lite: Gibt’s auch für iPhone. Ein Geschicklichkeitsspiel, bei dem man durch leichtes Kippen des Telefones, das man in das Waagrechten hält, eine Kugel an Hindernissen vorbei manövriert.
  • Steel: Alternative zum installieren Chrome-Browser, danke Peter und Helge für den Tipp. Dieser Browser hat Autorotate und eine Onscreen-Tastatur im Hochformatmodus (vgl. iPhone), sonst sehe ich aber keine wesentlichen Vorteile.
  • Translate: Wörterbuch, das das Google Translation Service benutzt, und zum Übersetzen von jeweils zwei aus mehr als 150 Sprachen dient.
  • Flashlight: Wenn man mal eine Taschenlampe braucht.

…und zahlreiche weitere Spiele, Klassiker wie Tetris, Sudoku, Solitär oder Mahjongg und zahlreiche Eigenentwicklungen.

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Übrigens, wenn das G1 mit einer T-Mobile-SIM-Karte freigeschaltet wurde, kann man es mit der SIM eines anderen Netzbetreibers benutzen, allerdings ohne GSM/UMTS Netz. WLAN/GPS geht, also kann man fast alle Dienste uneingeschränkt weiterhin nutzen.

Ein extra Tascherl, das im Lieferumfang enthalten ist, macht auch Sinn, da man das Gerät vor Kratzern und Schmutz schützen will. Mit einer extra Schutzfolie, die auch im Paket mitkommt, schützt man das Display zusätzlich, sodass das Gerät hoffentlich möglichst lang hübsch aussieht.

Ein weiterer Kritikpunkt aus weiblicher Sicht ist, dass das Gerät wie sonst andere Mobiltelefone kein Hakerl für möglichen Handyschmuck enthält, wie Hello Kitty-Anhänger an meinem Nokia-Handy ;)

hello kitty am nokia

Hier übrigens ein Foto von den Schmetterlingspickerl, das ich noch schuldig bin:

g1_schmetterlinge

Weitere G1-Kritik

Nach den ersten Gehversuchen mit dem G1 gibt es gleich noch etwas mehr Kritik.

Fehler

Laden der Emails von einem externen Konto (in diesem Fall GMX) geht manchmal nicht, da wird die Nachricht komplett leer gelassen. Nachladen lässt sich die Nachricht allerdings auch nicht.

cimg2064

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Beim Scrollen durch meine Kontakte bekam ich folgende Fehlermeldung:

cimg2061

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Usability

Was mir bei der Tastatur echt fehlt, sind Pfeiltasten. Wenn man sich also vertippt muss man entweder ins Wort klicken, was ohne die iPhone-Lupe schwierig ist.
Update: Bin grad drauf gekommen, dass man natürlich den Trackball für Pfeilfunktionen verwenden kann. Etwas ungewohnt, aber tolles Feature dieser Trackball!

Akku-Laufzeit ist so lala. Bei Aktivierung des GPS hält der Akku nur ein paar Stunden, bei Aktivierung von WLAN und intensivem Surfen eher so einen Tag.
Update: Bei geringer Nutzung vielleicht zwei Tage. Hier muss unbedingt ein Update her! Ich hoffe, das sind so Kinderkrankheiten, die das iPhone auch hatte.

Der Autofokus der 3MP-Kamera braucht einige Sekunden um scharf zustellen, bevor das Foto gemacht wird. Es gibt keinen Blitz. Die Kamera ist somit kein Ersatz für “richtige” Fotoapparate.

Kein Autovervollständigen beim Schreiben einer SMS.

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Sonst ist das Ding echt ein feines Gerät, dass schnell reagiert und gut in der Hand liegt. Auf dem “Desktop” kann man auf drei Seiten Shortcuts zu Anwendungen und Widgets (z.B. eine Uhr) ablegen. Wie das iPhone ist es wohl ein Gerät, dass man eher kaum zum Telefonieren verwendet, was übrigens auch gut geht. WLAN funktioniert auch recht fein ist aber Akku verzehrend, mal schauen, wie es mir die nächsten Tage so gehen wird.

Erste Gehversuche mit dem G1

Das T-Mobile G1 (ehemals HTC G1 genannt) dürfte ein Versuch eines Hybrids von iPhone und Blackberry zu sein, da es auf der einen Seite ein glattes Touchpad und WLAN hat und andererseits eine Trackball und eine herausklappbare Tastatur – letzteres das coolste Feature.

Die Tastatur ist allerdings für Leute, die das 10-Finger-System beherrschen, etwas gewöhnungsbedürftig, da die Tasten etwas anders angeordnet sind als auf einer gewöhnlichen Tastatur. Also, nicht, dass man mit zehn Fingern schreiben könnte, aber beim Zwei-Daumen-System muss man am Anfang etwas suchen. So ist etwa die oberste Ziffernreihe um einem Tastenplatz nach rechts verschoben oder die Shift-Taste und der Punkt sind weiter unten, das Enter zu weit oben, etc. Aber halb so wild, die Tastatur ist wunderbar sanft zu bedienen.

Was kann das G1, außer UMTS, Bluetooth, 2GB internen Speicher, 3 MP Kamera, WLan, Schmetterlings-Aufkleber und GPS?

Mein erster Gehversuch war das GPS zu nutzen und mir eine Route für einen Weg mit dem Auto anzeigen zu lassen, was allerdings gar nicht gut geht. Das G1 beinhaltet selbstverständlich alle möglichen Google-Applikationen und Google Maps eignet sich, im Vergleich zu kommerzieller Navigationssoftware wie TomTom oder Navigon, wirklich gar nicht um von A nach B zu kommen.

Die Integration von Google-Applikationen ist natürlich eine Spitzenidee, wenn man denn auch alle benutzt. So muss ich mich z.B. noch mit der Integration des Kalenders herumschlagen.

Eines der coolsten Features des iPhones ist das automatische Umschwenken des Displays von Querformat auf Hochformat beim Drehen des Geräts, das beim G1 leider nicht geht. Das Display geht von Hoch- in Querformat, wenn man die Tastatur herausschiebt.

Das, was mich aber am meisten stört, ist dass das G1 derzeit nur exklusiv für T-Mobile-Kunden verfügbar ist und offenbar auch nur mit T-Mobile-SIM-Karten funktionieren wird.

G1 Testaktion von T-Mobile

Eine Werbeidee nach dem Prinzip “es gibt keine schlechte Publicity – jede Art von Publicity ist gute Publicity” (Buzz Marketing) wurde von T-Mobile bei der Vorstellung des neuen Googe Phones G1 verfolgt: Zehn ausgewählte Blogger in Österreich bekommen jeweils ein Gerät inklusive SIM-Karte von T-Mobile und dürfen das T-Mobile G1 bereits knapp vor dem Verkaufstermin Ende Jänner testen um das Interesse und den Verkauf zu forcieren. Eine Bedingung ist natürlich, dass man auch darüber schreibt, wobei die Blogbeiträge auf mobileblogger.at aggregiert werden, das Gerät darf man danach behalten.

Teilnehmende Blogger sind neben mir Helge, Max, Michi, Luca, Peter, Ritchie, Robert, Martin, Peter und Georg. Über Daniela, aka zuckerwatte, die komischerweise nicht an der Aktion teilnimmt, bin ich aufmerksam gemacht worden. Für mich eine interessante Idee, da meiner Erfahrung nach Blogger dazu neigen, sehr kritisch posten und Leute sich generell nicht gern “gekauft” fühlen – eine Kombination, die äußerst bissige Kommentare erwarten lässt …über die Integrität von Bloggern muss wohl hier nicht diskutiert werden.

Viele Bedingungen gibt es nicht, außer regelmäßiges Bloggen mit Bereitstellung eines Feeds und Teilnahme an einem zweiwöchentlichen Stammtisch. Kling gut meiner Ansicht, den Haken hab ich noch nicht gefunden :)

Da ich wohl die einzige Frau bin, die das G1 testen wird, werde ich versuchen, möglichst aus weiblicher Sicht zu berichten – daher gleich mein erster Kommentar zum Handy: Es gibt Pickerl zum Verzieren! :D

T-Mobile G1

[zum Vergrößern klicken]